Fairtrail

Die Wanderwege Graubünden engagieren sich im kantonalen Projekt "Fairtrail Graubünden" und vertreten dort die Interessen der Wanderinnen und Wanderer.

Im Kanton Graubünden gibt es 11'000 Kilometer signalisierte Wanderwege und diese werden zunehmend nicht nur von Wanderinnen und Wanderer, sondern auch von zusätzlichen Nutzergruppen wie Biker:innen, E-Biker:innen,  Trailrunner:innen oder Reiter:Innen hoch zu Pferd genutzt.

Auch wenn natürlich eine Entflechtung mit eigenen Wegnetzen für jede Nutzergruppe das einfachste Mittel wäre, um Nutzungskonflikte zu vemeiden, so lässt sich diese Massnahme in der Praxis nur ganz punktuell, sicher aber nicht flächendeckend umsetzen. Das muss allerdings auch nicht sein. Wir sind überzeugt, dass mit gegenseitigem Respekt, Rücksichtnahme und Anstand ein friedliches Miteinander auf unseren Wanderwegen absolut möglich ist.

Dazu braucht es aber das Mitmachen aller Wegnutzer:innen - es braucht FAIRTRAIL!

Fairtrail-Wegweiser für Wegnutzende

Sind nett mitanand!

Manchmal wäre man lieber allein auf der Welt. Oder wenigstens auf dem Wanderweg. Ist man aber nicht. Darum muss man sich mit den anderen arrangieren. Es ist gar nicht so schwierig, und gegen ein Lächeln und ein Zurücklächeln hat ja eigentlich niemand etwas. Also:

Unterwegs auf Rädern …

… machst du dich mit der Glocke frühzeitig bemerkbar.
… lässt du den Wandernden immer den Vortritt.
… passierst du im Schritttempo oder steigst kurz ab.

Zu Fuss unterwegs …

… weisst du, dass du natürlich Vortritt hast.
… gehst du zur Seite, wenn genug Platz vorhanden ist.
… behinderst du die Bikenden nicht unnötig.

Suuber bliiba, gell!

Eigentlich muss man Dinge, die bereits alle wissen, ja nicht extra nochmals betonen. Andererseits schadet es auch nichts. Und es gibt ja immer schwarze Schafe, denen man alles zweimal sagen muss. Aber eigentlich muss man Dinge, die alle bereits wissen, ja nicht extra nochmals betonen.

Unterwegs auf Rädern und zu Fuss …

… schliesst du sämtliche Weidezäune.
… nimmst du deinen Abfall mit.
… respektierst du die Schutzvorschriften für die Natur.
… beachtest du die Wegsignalisation.

Auf Rädern unterwegs …

… blockierst du beim Bremsen das Hinterrad nicht, das macht den Weg kaputt.
… bleibst du auf dem Trail und kürzt die Kurven nicht ab.

Hauptsach parat!

Plötzlich regnet es, und du hast einen Platten, mitten in den Alpenrosen. Auf etwa 2500 Metern. Und es ist schon halb sieben am Abend. Dein Handy liegt natürlich im Hotelzimmer. Und deine Kollegin ist schon ins Tal gefahren. Wir wünschen dir einen schönen Abend!

Unterwegs auf Rädern und zu Fuss 

… informierst du dich und planst deine Tour gewissenhaft.
… passt du deine Ausrüstung an die Gegebenheiten an.
… bist du für kleinere Notfälle gerüstet.

Wie sieht es rechtlich aus?

Biken auf Wanderwegen. Da kann es vorkommen, dass einen ein Wanderer strafend anschaut, als ob man im Fahrverbot unterwegs wäre.

Ist man aber nicht: In Graubünden ist das Biken auf Wanderwegen grundsätzlich erlaubt, sofern nicht ein amtliches Fahrverbot das ausdrücklich verbietet.

Ebenso klar ist natürlich auch, dass die Wandernden auf die besondere Rücksicht der Bikenden zählen dürfen und in jedem Fall Vortritt geniessen.

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